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Adios Madrid

Jetzt ist der Moment also doch noch gekommen, an dem ich mich von Madrid und meinem Erasmus-Semester verabschieden muss. Wieder sitze ich traurig, nervös und glücklich zugleich vor meinem PC und versuche meine Gefühle zu fassen.

Gestern Abend hatte ich eine schöne Abschiedsparty, mit allen leuten die mir wichtig sind, die dann für mich auch erst um 6Uhr heute morgen endete. Vor wenigen Minuten musste ich mich dann von Primoz, Pablo, Casey, Natalie und Wiebke verabschieden. Zuerst war ich wie paralysiert und hab das gar nicht realisiert, dass ich Madrid jetzt wirklich verlasse, doch mein Weg vom Starbucks zur Wohnung hat es mir dann doch bewusst gemacht und plötzlich flossen die Tränen.

Viel mehr gibt es jetzt nicht mehr zu sagen, die Koffer sind gepackt und ich blicke auf ein tolles halbes Jahr zurück, bei dem viel gelacht, geweint, getrunken, gefeiert und geredet wurde. ich habe super leute kennengelernt, die ich alle sehr vermissen werde und von denen ich hoffe, dass ich sie wieder sehe. Ich habe viele verschiedenen Orte gesehen und gelernt mit anderen Kulturen umzugehen. Seit meinem Semester hier fühleich mich europäischer denn je. 

Ich liebe Spanien und habe Madrid sehr in mein Herz geschlossen: ich werde definitiv zurückkommen, zumindest noch mal als Tourist.

Zuletzt, an alle 1002 Besucher, die meinen Blog gelesen haben und mich somit bei meinem Abenteuer begleitet haben. Heute Abend hat Deutschland mich wieder....

hasta luego madrid, voy a extrañarte!!

28.2.09 16:38


Countdown

uiuiui, da hätte ich ja fast vergessen, dass ich noch einen online-blog zu füllen hab... In den letzten Tagen war ich weniger zu Hause als zu Vorlesungszeiten und habe deswegen auch kaum das Internet genutzt...Aber ich finde genauso sollten meine letzten Tage hier auch sein. Das Wetter ist absolut herrlich mit um die 20 Grad im Schatten, da verbringe ich viel Zeit im Park. Am Dienstag war ich z.B. im Zoo mit Esteban. Manche Gehege fand ich etwas klein, aber ansonsten war er sehr schön. Vor allem das neugeborene Delfin-baby fand ich natürlich toll ;-)

Mittwoch haben Wiebke, Natalie und ich so eine Art private Mallorca-Party gefeiert, mit den furchtbarsten Liedern und Sangria-aus-dem-Eimer-Trinken. Allerdings hatten wir keinen Eimer und haben uns mit einem Schnellkochtopf beholfen. Und weil wir das deutsche feeling zu 100% wollten, haben wir extra deutsches Bier und Bratwürste gekauft, haha. Danach sind wir noch zu einer Abschiedsparty gegangen.

Gestern sind Wiebke, Esteban und ich dann zum Unicampus außerhalb Madrids gefahren (Somosaguas), da wo Natalie ihre Vorlesungen hat. Dort gibt es donnerstags nämlich immer ab 15Uhr ein Botellón auf dem Campus! Die Leute die da rumlaufen sind teilweise sowas von alternativ, da wird auf einem Plakat für die Party geworben und daneben zum Hungerstreik aufgerufen. Für uns wars auf jeden Fall echt ne Erfahrung und wir hatten Spaß. Abends war dann ein letztes Mal die Lupe angesagt, allerdings war es nicht so gut wie sonst, irgendwie lief da etwas andere Musik und unsere Gruppe war ja auch nur noch in Miniformation da...

Leider habe ich dann ja noch schlechte Nachrichten bekommen: Ich kann meine geplante Abschiedsparty nicht in der Wohnung machen, die letzte war zu heftig und es haben sich 2 Nachbarn bei mir beschwert (2 Wochen nachdem die Party war, auch ganz schön bescheuert) naja jedenfalls gehen wir heute abend in einen schönen Park und feiern da, das Wetter ist ja gut und es ist auch nicht sooo kalt.

Morgen werde ich dann nur noch Kaffee trinken gehen und nach hause kommen und natürlich einen letzten Blog schreiben, ist ja schließlich mein letzter tag...

 

 

27.2.09 14:19


abrazo de santiago

heißt soviel wie Umarmung des heiligen Jakobs und soll angeblich Glück bringen. Das mussten Natalie, mit ich den Kurztrip nach Santiago gemacht habe, Primoz, den wir dort getroffen haben, weil er eine Freundin in a Coruña besucht hat und ich direkt mal ausprobieren. Ob wir jetzt mehr Glück haben werden als vorher wird sich zeigen, aber zumindest hatten Natalie und ich eben schon Glück mit unserem Metroanschluss. Ansonsten kamen wir uns eher ein wenig bescheuert vor, eine glodene Statue zu umarmen. Ich musste mich wirklich ein wenig beherrschen nicht loszulachen, vor allem, weil die meisten Leute das richtig ernst gemeint haben... Santiago de Compostela ist eine schöne Stadt, die Kathedrale sehr imposant (allerdings ist die Farbe der Fassade nicht so schön) und die Straßen sehr schön alt. Allerdings war sie jetzt nicht soooooooo besonders. Natürlich haben wir auch erst mal nach Pilgern ausschau gehalten und nach einigem Warten einige gefunden. Einer von ihnen hat sich allerdings als Verrückter herausgestellt, der anscheinend in der Stdt wohnt und einfach immer nur Wanderkleidung trägt. Überhaupt fanden wir, dass es in dieser relativ kleinen Stadt (knapp 80000 Einwohner) viele Verrückte gab. Ansonsten sind uns noch viele Hunde aufgefallen und dass es jede Menge Straßenkünstler (hauptsächlich Musiker) gab. Nicht alle von ihnen haben durch Könne beeindruckt. Ein Jongleur machte eine eher traurige Figur, weil er dauernd seine keglen fallen ließ, er tat uns richtig leid. Auch die Dudelsackspieler, konnten uns nicht so richtig begeistern (Dudelsack ist ja sowieso ein nicht besonders lieblich klingendes Instrument um das mal vorsichtig auszudrücken).

In den vielen Spuvenirshops haben wir dann ganz viele Hexen, Muscheln und komische Holzdinger gesehen. Da haben wir direkt mal nachgehakt, was es damit auf sich hat.

Zu den Hexen: Die Pilger sind früher oft übers Wasser gekommen und von daaus nach Santiago gegangen. Sie mussten durch einige Wälder durch und da es noch nicht so viele befestigte Wege gab, musste sie sich einw enig durchs Dickicht schlagen. Wenn es dunkel oder neblig war hat man dann schon mal gestalten gesehen, die man nicht zuordnen konnte und geräusche gehört, die seltsam klangen und so hat man eben gedacht, dass dies hexen seien. Die Muscheln waren einfach dazu da um wasser zum Trinken aus den Flüssen zu schöpfen und die Holzdinger enpuppten sich als eine Art Flasche, um Wasser für unterwegs mitnehmen zu können. Soviel geschichte für heute ;-) 

Das letzte was ich noch erwähnen möchte ist, dass das Wetter die ganze zeit toll war und das obwohl man von Santiago sagt, dass es dort sehr oft regnet. Vielleicht hat der abrazo de santiago ja doch geholfen...

24.2.09 01:04


Las cuarentas principales...

So hieß der radiosender der uns in den letzten Tagen durch Castilla-León und Asturias begleitet hat und den es für jede Stadt Spaniens zu geben scheint.

Es ist schwierig diese ganze Reise in Worte zu fassen, denn ich habe so viele Eindrücke gewonnen, so viel gesehen und erlebt, dass ich schon alleine darüber einen eigenen Blog schreiben könnte. Ich werde trotzdem eine kleine Zusammenfassung geben.

Am Montag ging es schon sehr früh Richtung Burgos (Castilla-León) los. Um 8Uhr hat sich unsere kleine Reisegrupe bestehend aus sieben Personen bei der Autovermietung getroffen. Andi hatte schon vorher einen Wagen gemietet, der groß genug für uns alle war. Burgos (eine Station des Caminos) stellte sich dann als kleines, nettes Städtchen heraus, alledings nichts besonderes. Wir verbrachten etwa 3 Stunden dort, bevor wir weiter nach Santander fuhren, wo wir uns ein Hostal suchten und unsere erste Nach verbrachten. Am Dienstag ging es dann früh weiter und wir haben die Promenade Santanders besucht, die sich als sehr hübsch herausstellte. Wir haben einen schönen Spaziergang gemacht und am Strand gepicknickt. Das Wetter war nämlich die ganze Zeit traumhaft, zwar nicht so warm, wir in Madrid, aber trotzdem nicht mit dem Februar-Wetter Deutschlands zu vergleichen. Weiter ging es dann nah Gijon, eine kleine Hafenstadt. Unterwegs fanden wir durch Zufall eine traumhafte kleine Bucht namens playa de la Franca und da momentan ja keine Saison ist, war sie absolut menschenleer und wir hatten sie ganz für uns allein. Wir alle stimmten überein, dass wir gerne in diese Bucht zurückkehren wollen! Abends kamen wir dann in Gijon an und auch dort fanden wir problemlos eine Unterkunft, nachdem wir das sTadtzentrum ausfindig gemacht hatten. Gijon enttäuschte uns allerdings ein wenig, da wir es uns kleiner und hübscher vorgestellt hatten. Am nächsten Morgen jedoch fanden wir auch noch einige schöne Seiten an der Stadt und machten uns anschließend auf den Weg nach Oviedo. Andi hatte einen Zwischenstopp am Cabo de Peñas geplant. Allerdings stellte sich der Weg dorthin als schwieriger heraus als angenommen. Als er die Idee schon fast wieder verworfen hatte, fanden wir den Aussichtsunkt dann doch noch und wurden für unsere Geduld belohnt: Die Aussicht war absolut traumhaft und ist auf Fotos nicht einzufangen. Wir haben trotzdem ein paar lustige Bilder gemacht, auf denen wir vor dem Meer als Hintergrund in die Luft springen.

Danach ging es dann wirklich weiter nach Oviedo, wo wir schon einige Gebäude besichtigten, bevor wir essen gingen und ein wenig in Christohs Geburtstag feierten, allerdings nicht besonders lange, denn wir waren jeden Tag frh auf den beinen und dann von morgens bis abends unterwegs und das ist ziemlich anstrengend. heute morgen haben wir uns dann noch drei kleine Kirchen aus vorromanischer zeit angesehen und haben damit Oviedo (und damit auch Asturien) wieder verlassen um einen letzten Halt in León (wieder ein Pilgerort) zu machen. Die Kathedrale war sehr beeindruckend, weil sind aus großen bunten fenstern bestand und die Farben von innen wunderschön leuchteten.

Mein Fazit: Ich habe schön orte und landschaften gesehen. manchmal hatten wir rechts Aussicht aufs Meer und links auf die Berge. Ich habe sowohl am Strand als auch an der Steilküste geicknickt, bin viele Kilometer gelaufen und gefahren. Ich habe wieder nette neue Leute kennengelernt (ich kannte nicht die gesamte Reisegruppe) und viel gelacht. Jetzt bin ich total erledigt und traurig, dass die reise vorbei ist. Und leider holt mich hier auch wieder die realität ein, denn es gibt natürlich Probleme mit meiner Nachmieterin, bzw. ich habe keine mehr, da sie mir heute abgesagt hat. Ich habe keine Ahnung wie ich in der verbleibenden zeit jemand neues finden soll, aber ich hoffe, dass es mit Sarahs Hilfe klappt...

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19.2.09 23:15


bye bye baby...

...baby goodbye. Pia ist heute Nachmittag nach Hause geflogen! Und alle, die mich ein wenig kennen, wissen, dass Abschied nehmen nicht wirklich meine Stärke ist. Am Flughafen war es dann echt schwer, aber wir wollen uns wirklich wieder sehen und wohnen ja Gott sei Dank nicht so weit voneinander entfernt (Leuven in Belgien)

Dafür waren die letzten Tage ziemlich toll. Das Wetter war die ganze Zeit 1a, wir haben viel Zeit im Park verbracht und einfach nur rumgegammelt. heute morgen sind wir dann ein letztes Mal mit Wiebke und Natalie zum Starbucks gegangen und haben einen leckeren kaffee zusammen getrunken. Danach sind wir dann in Pias Wohnung gegangen, haben noch ne Flasche Sekt gekillt und haben schreckliche Lieder gesungen. ich glaube Pias Nachfolger in der Wohnung hassen uns jetzt, denn wir haben ziemlich laut gesungen und nicht besonders schön...Naja wie sagt man: Ist der Ruf erst runiniert oder so.

Ansonsten werde ich mich für die nächsten 4 Tage aus der digitalen Welt verabschieden. Den nächsten Eintrag werde ich wohl erst wieder am Freitag machen, denn morgen früh geht miene Reise in den Norden los. Zunächst werden wir nach Burgos fahren und dann entweder nach Bilbao oder Santander. Dann gehts noch weiter nach Gijon, Oviedo und Leon... Ich freu mich auf jeden Fall sehr drauf.

 

 

15.2.09 19:34


Frei...

Juhuuu, ich hab meine letzte Klausur hinter mich gebracht und kann jetzt wieder mein Leben hier genießen! heute ist Pias Abschied in unserer WG und ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass es schon sehr bald losgeht. Ich bin momentan eher schläfrig als in Partystimmung, denn ich war gestern weg und heute haben wir den ganzen Tag im Park rumgegammelt, barfuß (!) auf der Wiese gelegen und Sekt und Sangria getrunken. Wir haben nämlich momentan 20 Grad. Ich muss das unbedingt mal erwähnen hier, denn ich konnte absolut noch barfuß im febraur rumlaufen und Eis essen!! Naja jedenfalls hatte ich dann nur ne stunde um den ganzen Alkohol zu verdauen, was natürlich nicht funktioniert hat...Es wird auch sicher gleich noch stressig, weil Pia noch nicht hier ist und wir noch ein paar Sachen hier umräumen müssen. Aber da ich mittlerweile die Zeiten hier kenne, denke ich nicht, dass irgendjemand vor 21.30 hier sein wird.

Trotzdem muss ich jetzt sehr schnell schluss machen, denn ich muss auch noch dringend was essen....

13.2.09 20:34


Alles gut

Ich weiß nicht, ob die Nachrichten in Deutschland darüber berichtet haben, aber gestern hat die ETA hier in Madrid einen Anschlag verübt. Es passierte im Nordosten von Madrid in Richtung Flughafen. Hier in der Innenstadt ist jedenfalls alles ok und mir ist natürlich auch nichts passiert...

Gestern habe ich die grauenhafteste Klausur meines Lebens geschrieben. Mal davon abgesehen, dass ich die "Fragen" beanworten konnte, war das der absolute Terror. Der Professor hatte ließ uns erst mal 20min im Klausursaal warten, weil wie immer nicht alle Leute in einen Raum passten (einen Lerneffekt hatten die letzten Klausuren wohl nicht). Dann tauchte er endlich auf und ich fragte mich, wo denn unser Aufgabenblatt sei. Und da, oh Überraschung, teilte er uns mit, dass er die Fragen diktieren würde. Leider hat er nicht alle Fragen diktiert und wir konnten dann losschreiben wie wir wollten. Nein, er hat eine Frage gestellt wir hatten 5 Minuten Zeit die zu beantworten und dann kam auch schon die nächste. Für Nicht-Muttersprachler eine echte Herausforderung. Mal davon abgesehen, dass ich mein Wörterbuch vergessen hatte (sehr schlau ich weiß, hätte ich auch gar keine Zeit gehabt irgendetwas nachzuschlagen, denn die Zeit reichte gerade einmal um einfach alles runter zu schreiben ohne darauf zu achten, ob die Sätze grammatikalisch überhaupt einen Sinn ergaben. Hinzu kam noch, dass es sich nicht wirklich um Fragen, sondern um Stcihworte handelte, z.B. "CPT", war "Frage" 5 und dann durften wir alles aufschreiben, was uns dazu einfiel. Hinterher war ich erst mal erledigt. Leider gibt es für mich aber keine Ruhepause, da am Donnerstag meine Gott sei Dank letzte Klaususr auf mich wartet. da hat mich unsere Nebenkostenabrechnung auch nicht gerade aufgeheitert, denn es ist herausgekommen, dass unser lieber Vermieter seit Januar 08 (!) keinen Strom mehr bezahlt hat oder nur einen Teil und wir haben nie eine Rechnung dafür erhalten. keine Ahnung, warum wir nicht schon längst im Dunkeln saßen. Besonders schön ist, dass sich die Rechnung (Gas und Strom) auf 700€ beläuft. da ist mir erst mal schlecht geworden. Zum Glück muss ich nur meinen Anteil für ein halbes Jahr bezahlen, aber auch der ist nicht gerade ohne: 117€ Und das wo ich doch am Montag noch einen kleinen Roadtrip für vier Tage mache und und am Wochenende nach Santiago fliege... 

10.2.09 20:39


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